Stiche und Darstellungen

Kupferstich von Burg Schweinsberg aus dem Politischen Schatzkästlein von Daniel Meissner und Eberhard Kieser, Frankfurt, 1623 ff.
Stahlstich von Burg Schweinsberg von Tyson nach Wenderoth, um 1850
Frühe Landkarte der Gegend um Amöneburg: " AMPT AMOENEBURG durch Nicolaum Person Mogunt, Ende 17. Jahrhundert.

Für die Amöneburg sind folgende Namen angegeben:

Amoeneburg, Amelburg, Omeneburg, Amanaburgum

Der Dreissigjährige Krieg 1618-1648, Kampf um die Amöneburg

Merian Stich der "Ohmeneburg" um 1645

Der Siebenjährige Krieg 1756-1763, Kämpfe in Hessen

Aus „Geschichte des Siebenjährigen Krieges in Deutschland von Joh. Wilh. von Archenholtz, ehemals königl. preuß. Hauptmann“, erschienen im Reclam Verlag, Leipzig.

 1762:

Nun geschah die Vereinigung der französischen Armeen, die jetzt wieder anfingen angreifend zu agiren. Sie belagerten das Schloß Amöneburg an der Ohm. Die Brücke über diesen Fluß, die als Hauptpassage durch eine Schanze gedeckt war, wurde von den Alliirten Anfangs nur mit 200 Mann vertheidigt. Beide Heere aber schickten immer frische Truppen ab, um das Gefecht zu unterstützen, das, in seiner Art sonderbar, unter einem überaus heftigen Feuer vierzehn Stunden lang dauerte. Die Franzosen hatten hier dreißig schwere Kanonen aufgepflanzt, und beinahe ebenso viel die Alliirten. Die ersten Vertheidiger der Schanze an diesem Tage waren die Hannoveraner; ihnen folgten die Engländer, sodann die Bergschotten; alle fochten mit ausnehmender Tapferkeit. Immer erschienen neue Regimenter, die Streitenden abzulösen, so dass die Hälfte der Infanterie beider Armeen nach und nach zu dieser Feuerrunde kamen, wo Kanonen und Musketen in ihren schrecklichen Wirkungen wetteiferten. Die Passage musste forcirt werden, wenn die Franzosen das bedrohte Cassel retten wollten. Die Nacht machte dieser mörderischen Canonade ein Ende, die jedem Theil beinahe 1000 Todte und Verwundete gekostet hatte. Die Hannoveraner allein verloren dabei 321 Mann. Dies große Gefecht geschah am 21sten  September. Die Alliirten waren im Besitz der Brücke geblieben. Man grub von beiden Seiten die Artillerie in die Erde, um nöthigen Falls das Trauerspiel am folgenden Tage zu erneuern; allein es wurde nicht fortgesetzt. Da man jedoch mehr um die Ehre, als um wesentliche Vortheile stritt, und die Franzosen es bei ihrer großen Macht länger aushalten konnten, so gab Ferdinand den streitigen Posten auf, und zog seine Truppen zurück. Den folgenden Tag ergab sich Amöneburg.

Nebenstehender Stich beschreibt die fürchterliche Kanonade, die um die Passage über die Ohm an der Brücker Mühle am 21. September 1762 stattfand. Auf dem Stich ist das Datum vom 27.9. vermerkt, was wahrscheinlich falsch ist.
Die Eroberung der Amöneburg durch den schwedischen Feldmarschall Wrangel am 19. Juni 1646. Oben rechts ist Schweinsberg eingetragen.
Die Eroberung der Amöneburg durch die kaiserlichen Truppen am 6. November 1640
Aktion zwischen einem französischen Heer und den Alliierten bei Atzenhain am 21. März 1761. Die Alliierten standen unter dem Kommando von Ferdinand von Braunschweig, dem überragenden Feldherrn des Siebenjährigen Krieges in den Diensten des preussischen Königs Friedrich II.

Am oberen Rand der Karte ist Schweinsberg eingetragen.

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Aktion vom 16. Juli 1760 zwischen einem Corps der alliierten Hannoveraner und einem französischen Corps bei Erksdorf; unten links die Amöneburg.
Darstellung der Burg aus "G. Landau, Die hessischen Ritterburgen" von 1832
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Kupferstich von Amöneburg 1623